TV-Stationen müssen in die Pflicht genommen werden

Inclusion Handicap hat sich in einer Anhörung zu den Ausführungsbestimmungen des RTVG-Gesetzes eingebracht und insbesondere auf einen verbesserten Zugang für hörbehinderte Menschen hingewiesen.

Ausgangslage

Die Stimmbevölkerung hatte am 14. Juni 2015 dem neuen Radio- und TV-Gesetz (RTVG) zugestimmt, nun hat der Bundesrat die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen (RTVV) in die Anhörung geschickt. Sie sehen vor, dass regionale konzessionierte Fernsehstationen spätestens die Zweitausstrahlung der Hauptinformationssendungen untertiteln müssen.

Position von Inclusion Handicap

Inclusion Handicap sieht keinen Grund, wieso dies nicht bereits bei der ersten Sendung geschehen soll. Ansonsten können sich Personen mit einer Hörbehinderung nur zeitversetzt über die Tagesaktualität informieren. Inclusion Handicap fordert zudem erneut, dass regionale, konzessionierte TV-Stationen ihre Informationssendungen so aufarbeiten müssen, dass durch Bilder transportierte Inhalte auch für Menschen mit einer Sehbehinderung und blinde Personen zugänglich sind. Des Weiteren fordert Inclusion Handicap die Befreiung von Gehörlosen Personen und Personen mit Hörbehinderung von der Abgabepflicht für Radiogebühren.