Inklusions-Initiative
Täglich stossen 1.9 Millionen Menschen mit Behinderungen in der Schweiz auf zahlreiche Barrieren, die ihre selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren oder sogar verunmöglichen. Unsere Gesellschaft ist in vielerlei Hinsicht nicht inklusiv – Menschen mit Behinderungen werden vielfach vergessen. Deshalb braucht es jetzt ein starkes Zeichen! Wir fordern: Gleichstellung, Teilhabe und Selbstbestimmung, JETZT!
Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gehört auf die Prioritätenliste der Schweizer Politik! Die Inklusions-Initiative fordert ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderungen.
Das fordert die Inklusions-Initiative:
- Die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderungen.
- Die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, insbesondere die freie Wahl von Wohnort und Wohnform.
- Die dafür notwendigen Unterstützungsmassnahmen, sei dies in Form von Assistenz, Hilfsmitteln oder weiteren Anpassungsmassnahmen.
108 000 Unterschriften eingereicht
Am 5. September 2024 konnte nach knapp 1.5 Jahren Sammelphase die Inklusions-Initiative mit 108 000 gültigen Unterschriften eingereicht werden. Rund 1300 Personen versammelten sich auf dem Bundesplatz und setzten gemeinsam ein Zeichen für eine inklusive Schweiz. Sie machten deutlich: Menschen mit Behinderungen wollen nicht mehr länger warten und fordern ihre Rechte verbindlich ein! Mit der Einreichung ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg erreicht. Ein Moment, um mit Stolz auf das Erreichte zurückzublicken – nur zusammen können wir Inklusion bewirken.
Nun ist die Politik am Zug
Der Bundesrat präsentierte im Juni 2025 den indirekten Gegenvorschlag zu Inklusions-Initiative. Der Vorentwurf (Link zum Vorentwurf), der aus einem neuen Inklusionsrahmengesetz und Massnahmen im Invalidenversicherungsgesetz (IVG) besteht, ist enttäuschend. Er bleibt unkonkret und liefert bei Weitem nicht den dringend geforderten Plan für eine inklusive Schweiz.
Inclusion Handicap setzt sich gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen im Vernehmlassungsverfahren dezidiert für Verbesserungen ein. Dies insbesondere in Bezug auf die freie Wahl der Wohnform und des Wohnorts sowie bei den Unterstützungs- und Assistenzleistungen. Das Vernehmlassungsverfahren endet im Oktober. Danach hat der Bundesrat bis im Frühling 2026 Zeit, den Gegenvorschlag zünftig zu überarbeiten, um eine würdige Antwort auf die Inklusions-Initiative zu bieten.
Mehr Informationen zum Zeitplan finden Sie auf der Webseite der Inklusions-Initiative.
Trägerschaft
Hinter der Inklusions-Initiative stehen ein überparteiliches, breit abgestütztes Initiativkomitee, ein Bürger:innen-Komitee mit über 1’000 Unterstützenden und eine Trägerschaft aus: AGILE.CH, Amnesty International Schweiz, Inclusion Handicap, Stiftung für direkte Demokratie und Tatkraft.