Zentrum für die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Das Zentrum für die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterstützt staatliche und private Akteure bei der Erarbeitung und Umsetzung der Rahmenbedingungen, die für eine gleichberechtigte Teilhabe der 1.9 Mio. Menschen mit Behinderungen in der Schweiz nötig sind.
Im Frühjahr 2024 haben Prof. Markus Schefer von der Universität Basel und Caroline Hess‑Klein von Inclusion Handicap das Zentrum für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (ZRMB) gegründet. Ihr Ziel: Die Rechte von Menschen mit Behinderungen sollen in Gesetzen und im Alltag fest verankert werden.
Das ZRMB verbindet die juristische Forschung und Praxis. Es vergleicht internationale Abkommen mit dem Schweizer Recht. Auf dieser Basis erarbeitet das Zentrum konkrete Vorschläge, wie Gesetze und Vorschriften verbessert werden können. Dadurch sollen die Rechte von Menschen mit Behinderungen in entsprechenden Rechtsgrundlagen und der Gesellschaft verwirklicht werden.
Umsetzung der UNO-BRK als Antrieb für eine inklusive Schweiz
Die Schweiz hinkt aufgrund ihrer föderalen Struktur bei der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention hinterher, denn jeder Kanton muss dazu ein eigenes Gesetz erlassen. Bis ins Jahr 2020 hatte kein Schweizer Kanton ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Auch heute noch sind es nur wenige. Das ZRMB treibt die Kantone zur Gesetzgebung und unterstützt Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung. Zusätzlich begleitet das ZRMB die Inklusions-Initiative.
Veranstaltungen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit
Im Rahmen des ZRMB finden im Masterprogramm der Universität Basel regelmässig Lehrveranstaltungen zum Behindertengleichstellungsrecht statt. Für Fachleute und eine interessierte Öffentlichkeit organisiert das Kompetenzzentrum darüber hinaus jährliche Tagungen zum Behindertengleichstellungsrecht oder leitet Gastreferate. Diese Veranstaltungen schaffen sichtbare Plattformen für den Austausch und tragen so entscheidend dazu bei, die Öffentlichkeit für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.